Verlängerung Saisonarbeitskräfte und deren Visa

Verlängerung der Beschäftigungsdauer für Saisonarbeitskräfte 

  • Die Landwirtschaft zählt zum versorgungskritischen Bereich in der aktuellen Corona-Krise. 

  • Viele Saisonarbeitskräfte, für die zum Teil schon Beschäftigungsbewilligungen erteilt wurden, können aufgrund der Reisebeschränkungen nicht nach Österreich einreisen und ihre Arbeit nicht wie geplant aufnehmen

  • Um dem drohenden Arbeitskräfteengpass weiter entgegenzuwirken, wird die zulässige Beschäftigungsdauer für jene drittstaatsangehörigen Saisonarbeitskräfte, die bereits im Land und bewilligt beschäftigt sind sowie für dringende Arbeiten benötigt werden, erweitert. 

  • Die derzeit geltende Maximalbeschäftigungsdauer für ein und dieselbe Saisonarbeitskraft wird von neun Monaten auf zwölf Monate ausgedehnt.

Automatische Verlängerung der Visa für Saisonarbeitskräfte

  • In der aktuellen Situation soll der zwischenmenschliche Kontakt auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. 

  • Das betrifft auch den Behörden- und Parteienverkehr und damit das Ausstellen von Visa. 

  • Für Saisonarbeitskräfte, deren Beschäftigungsdauer (wie oben angeführt) verlängert wird, muss kein neues Visum ausgestellt werden. 

  • Die Gültigkeit des bestehenden Visums bleibt bis zum Ende der erteilten Beschäftigungsbewilligung aufrecht („automatische Verlängerung“.) 

  • Aufgrund der Beschränkung der Reisemöglichkeiten ist die Beantragung eines Visums bei der zuständigen Vertretungsbehörde im Ausland aus faktischen Gründen nicht möglich. 

  • Für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Drittstaats-Saisonier ist nach geltender Rechtslage ein Visum zu Erwerbszwecken aber notwendig. 

  • Deshalb wird die Arbeitsaufnahme auch für Inhaber eines Visums mit besonders berücksichtigungswürdigen Gründen zulässig. 

  • Dieses Visum kann auch im Inland beantragt werden. 

  • Das Erfordernis einer aufrechten Beschäftigungsbewilligung des AMS bleibt aufrecht.

 

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