Land kürzt Bauernkammer, aber Wiener Institut erhält an die 100.000 Euro für Biostudie

In letzter Zeit häufen sich die Aktionen der Burgenländischen Landesregierung gegen die Bauern: Zuerst wurde die Landwirtschaftskammer um 200.000 Euro gekürzt, dann folgte das Raumplanungsgesetz (es sollen nur mehr Biostallungen genehmigt werden), das Bodenschutzgesetz (die Bauern sind Sündenböcke bei Erdabschwemmungen) usw..

Die nächste Aktion: In einer ÖVP-Anfrage gab SPÖ-Agrarlandesrätin  Eisenkopf bekannt, dass ein Wiener Institut mit einer Biomachbarkeitsstudie beauftragt wurde (der Kurier berichtete). Die Kosten dieser Studie sollen an die 100.000 Euro ausmachen.

Kurios ist, dass die Landesregierung die Landwirtschaftskammer um 200.000 Euro kürzt, gleichzeitig aber an die 100.000 Euro für ein Wiener Institut aufwendet.

Die Mitarbeit der Landwirtschaftskammer ist bei der Erarbeitung der Biostudie aber sehr wohl gefragt, wie ein Sprecher der Agrarlandesrätin bestätigte.

Kurios deswegen, weil die Landwirtschaftskammer eine eindeutige Kompetenz im Biobereich hat. Seit Jahrzehnten wird die Biolandwirtschaft im Burgenland ausgebaut. Heute sind wir an der Spitze Österreichs, wie auch die AMA bestätigt.

Offensichtlich ist es das Ziel der Landesregierung, die Bauern zu spalten und sie zu schwächen. Wir sind gegen eine Spaltung der Gesellschaft und stehen für einen gemeinsamen Weg.

Wir wollen eine starke Landwirtschaft, weil das auch gut für das Burgenland ist.

 

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