100 Jahre Burgenland: Bauernbund widmet seinen Jahreskalender dem Landesjubiläum

Der Burgenländische Bauernbund hat den 100. Geburtstag des Burgenlandes zum Anlass genommen, seinen Jahreskalender diesem Jubiläum zu widmen. Im Kalender haben Persönlichkeiten eine geschichtliche und politische Betrachtung verfasst. Außerdem haben über 30 land- und forstwirtschaftliche Verbände, Vereine und Institutionen Beiträge zu ihren Fachbereichen  erstellt. Diese reichen von der BIO-Landwirtschaft über den Weinbau bis hin zur Direktvermarktung. Sie präsentieren die ganze Bandbreite und Vielfalt der heimischen Landwirtschaft. Im neuen Bauernbund Kalender stehen diese Organisationen im Mittelpunkt, denn gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern haben sie das Burgenland zu dem gemacht, was es heute ist: Ein Zukunftsland, das den Menschen Heimat, Geborgenheit aber auch Chancen bietet.

„Als das Burgenland nach dem ersten Weltkrieg entstand, herrschten in Österreich Hunger und Not. Das starke Agrarland Burgenland war als Kornkammer für die Ernährung der österreichischen Bevölkerung herzlich willkommen.

Unser Burgenland ist auch heute ein Top-Agrarland. Das zeigen die vielen Auszeichnungen, die unsere Landwirte für ihre Produkte bei nationalen und internationalen Wettbewerben bekommen“, so Bauernbund Landesobmann Niki Berlakovich, der auch auf die wichtige Rolle der Landwirtschaft in der Coronakrise hinweist. „Unsere Bäuerinnen und Bauern haben die Menschen bereits vor 100 Jahren mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt und tun das auch heute noch. Vor allem die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die Gesellschaft sich auf unsere Bauern verlassen kann. Sie versorgen die Burgenländerinnen und Burgenländer mit regionalen und gesunden Lebensmitteln. Durch Innovation und Kreativität entstehen immer neue hochwertige Produkte wie zum Beispiel Ingwer, Trüffel und Oliven“, betont Berlakovich.

 

Auch der Ehrenobmann des Burgenländischen Bauernbundes Paul Rittsteuer holt die Leistungen der burgenländischen Landwirte vor den Vorhang. „Der Bauernbund war maßgeblich am Aufbau der wirtschaftlichen und politischen Strukturen im Land beteiligt. Die wichtigsten Bildungszentren für die Landwirtschaft blieben 1921 in Ungarn. Der Bauernbund hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass neue landwirtschaftliche Schulen im Burgenland entstehen, die die Bildung und fachliche Weiterbildung der Bauern garantieren. Die Bedeutung der Landwirtschaft in der Gesellschaft wird weiter steigen. Als Garant für die Versorgung mit regional erzeugten und gesunden Nahrungsmitteln, als Garant für einen funktionierenden, intakten ländlichen Raum und als Garant für eine gepflegte gesunde Umwelt sind unsere bäuerlichen Familienunternehmen auch zukünftig für eine gedeihliche Entwicklung unseres Landes unverzichtbar. So wurde auch das Konzept des ländlichen Wegenetzes wie Güter- und Radwege vom Bauernbund in den 60iger Jahren entwickelt und zügig vorangetrieben“, sagt Paul Rittsteuer.

 

ÖVP-Agrarsprecherin Carina Laschober-Luif verweist auf die Leistungen der Bäuerinnen in den letzten 100 Jahren: „Frauen leisten in der Landwirtschaft einen enormen Beitrag. Derzeit werden etwa 39 Prozent der Betriebe im Burgenland von Frauen allein oder partnerschaftlich in einer Ehe- oder Personengemeinschaft geführt. Die Bäuerinnen haben in den letzten 100 Jahren die Landwirtschaft und die Lebensmittelversorgung der eigenen Familie und der Bevölkerung maßgeblich geprägt. Durch ihr kommunikatives Auftreten sind sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft.“

 

Für die Versorgungs- und Ernährungssicherheit in der Zukunft und den Erhalt unserer Kulturlandschaft sorgen die Jungbauern. „Wir als Jungbauern und ich als Jungbauern-Landesobmann möchte diese Tradition und dieses Handwerk weiterführen. Wir wollen weiterhin nicht nur unsere bäuerlichen Familien, sondern die ganze Bevölkerung des Burgenlandes mit hochwertigen, regionalen Lebensmitteln versorgen. Damit jeder Burgenländer genug Brot auf seinem Teller hat“, so Jungbauern Landesobmann Martin Öhler.

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