Härtefallfonds: Neuerungen für Land- und Forstwirtschaft

Aktuell läuft die 2. Phase des COVID-19-Härtefallfonds für land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Eine überarbeitete Richtlinie, mit zusätzlichen Maßnahmen und einer Ausweitung der Antragsberechtigten ist nun veröffentlicht.

Welche zusätzlichen Maßnahmen wurden geschaffen?

Ausweitung der Unterstützungsmaßnahmen von drei auf sechs Monate

• Unterstützungen können für insgesamt 6 Monate beantragt werden.

• Der Betrachtungszeitraum wird von drei (aus sechs) Monaten auf sechs (aus neun) Monaten

   erweitert.

• Ansuchen können nunmehr für die Betrachtungszeiträume von 16.3.2020 bis 15.12.2020

  Monatsweise gestellt werden.


Comeback-Bonus

• Es wird darüber hinaus ein Comeback-Bonus in Höhe von 500 Euro pro Monat und somit von

  max. 3.000 Euro pro Bewirtschafter ausbezahlt.

• Dieser gilt für alle, die in Phase 2 anspruchsberechtigt sind.

• Bei bereits abgeschlossenen Ansuchen erfolgt diese zusätzliche Auszahlung automatisch.

• Bei Nebeneinkünften und Versicherungsleistungen ab 2.000 Euro steht der Comeback-Bonus

   nicht zu.


Aufstockung bei Minimalbeträgen

• Bei Personen, die durch die Gegenrechnung von Nebeneinkünften und Versicherungsleistungen

   von über 1.500 Euro einen Förderbetrag von unter 500 Euro monatlich erhalten haben oder

   erhalten würden, wird dieser zukünftig automatisch auf jeweils 500 Euro pro

   Betrachtungszeitraum aufgestockt.

• Bei bereits abgeschlossenen Ansuchen erfolgt diese zusätzliche Auszahlung automatisch.

• Bei Nebeneinkünften und Versicherungsleistungen ab 2.000 Euro ist eine Aufstockung nicht

  möglich.

Bei coronabedingtem Umsatzeinbruch können Bewirtschafter somit zukünftig bis zu 15.000 Euro insgesamt erhalten (darin enthalten bis zu 3.000 Euro Comeback-Bonus); die Mindestauszahlung beträgt daher pro Monat (inklusive Aufstockung bei Minimalbeträgen und Comeback-Bonus) 1.000 Euro.

 

Klarstellungen bei den Anspruchsvoraussetzungen

• Erfasst sind nun auch Bewirtschafter, die nur in der Pensionsversicherung nach BSVG

  pflichtversichert sind.

• Auch der Almausschank ist förderfähig.

• Betriebe, die landwirtschaftliche Produkte an die Gastronomie liefern, sind auch erfasst, soweit

   sie an den spezialisierten Großhandel liefern.

• Betriebe, die agrar- und waldpädagogische Aktivitäten anbieten (z. B. Schule am Bauernhof,

   Seminarbäuerinnen), sind auch förderfähig, wenn die Bewirtschafter für diese

   konkreten Aktivitäten nicht der Versicherung nach BSVG unterliegen.

 

Welche Kriterien müssen vorliegen um eine Förderung zu erhalten?

• Wenn ein Umsatzeinbruch von mindestens 50% zu einem vergleichbaren Zeitraum des

   Vorjahres oder

• ein mindestens 50 %-iger Preisverlust aufgrund des Qualitätsverlustes bei Sägerundholz

   oder

• eine Kostenerhöhung von mindestens 50% zu einem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres

   bei Fremdarbeitskräften vorliegt.

• Als Jungunternehmerin/Jungunternehmer, wenn in den Betriebszweigen ein Umsatzeinbruch

   von mindestens 50 % vorliegt.


Wie funktioniert die Abwicklung?

• Die Agrarmarkt Austria (AMA) wickelt den Härtefallfonds für die Land- und Forstwirtschaft ab.

• Der Antrag für die Förderung kann über die Agrarmarkt Austria (AMA) auf www.eama.at

   gestellt werden.

 

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