EU-Haushalt – Keine Kürzungen für kleinstrukturierte Landwirtschaft

Berlakovich : EU-Haushalt – Keine Kürzungen für kleinstrukturierte Landwirtschaft

EU-Pläne würden besonders das Burgenland und die bäuerlichen Betriebe treffen.

Durch den Austritt Großbritanniens aus der EU fehlt Geld im EU-Haushalt, das durch Kürzungen in der Landwirtschaft und der Regionalförderung eingespart werden soll. „Das kommt für uns nicht in Frage. Ohne die Gelder für die Landwirtschaft wären unsere Familienbetriebe massiv gefährdet. Auch das Burgenland würde dabei viel Geld verlieren. Gemeinsam mit Ministerin Köstinger kämpfen wir für die Erhaltung der kleinstrukturierten Landwirtschaft auch im Burgenland“, betont Bauernbund-Landesobmann Niki Berlakovich.

Der Brexit reißt ein großes Budgetloch in den EU-Finanzhaushalt, da mit Großbritannien ein großer Nettozahler wegfällt. EU-Haushaltskommissar Oettinger sprach sich am gestrigen Montag bei einem Besuch in Wien für höhere Mitgliedsbeiträge und Kürzungen im Bereich Landwirtschaft und der Regionalförderung aus. „Eine Kürzung der EU-Mittel zu Lasten unserer Landwirtschaft und der Regionalförderung darf nicht kommen. Das weniger Geld im Budgethaushalt zur Verfügung steht, darf nicht auf dem Rücken der kleinstrukturierten Familienbetriebe in Burgenland ausgetragen werden“, bekräftigt Bauernbund-Landesobmann Berlakovich.

Gerade Kürzungen in den Bereichen Landwirtschaft und der Regionalförderung hätte schlimme Auswirkungen. „Das Burgenland überzeugt durch umweltfreundliche und ökologische Familienbetriebe, die hochwertige regionale Lebensmittel erzeugen. Durch die Kürzungen wären diese Betriebe massiv gefährdet. Die burgenländischen Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht die Zeche für den Entfall der britischen Milliarden zahlen“, stellt Berlakovich fest.

Wie bereits Sebastian Kurz, sieht auch Berlakovich großes Einsparungspotenzial in der Europäischen Union. „Durch den Austritt der Briten muss der Verwaltungsapparat verkleinert und somit Kosten eingespart werden. Damit könnte der Abgang der britischen Zahlungen abgefedert werden“, so der Landesobmann abschließend.

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