Berlakovich: Bäuerinnen sind die große Stütze der bäuerlichen Familienbetriebe

Die Zahl der bäuerlichen Betriebsführerinnen ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Im Burgenland wird fast die Hälfte der Betriebe von Frauen geleitet und liegt damit weit über dem Bundesschnitt (36%).

„Die Bäuerinnen sind meist einer Mehrfachbelastung ausgesetzt. Neben dem Alltag am Hof, mit schwerer landwirtschaftlicher Arbeit und Haushalt, wird oft noch Kinder- und Altenbetreuung geleistet. Es sind die engagierten Bäuerinnen, die den ländlichen Raum lebenswert erhalten“, so Bauernbund-Landesobmann NR Niki Berlakovich.

„Die Bäuerinnen zeigen dabei besonderes Engagement und Ideenreichtum. Sie prägen dadurch die Vielfalt und Innovationen auf den Höfen. Eine zentrale Rolle haben die Bäuerinnen vor allem im Dialog mit den Konsumenten. Wenn  es um Fragen rund um Lebensmittel und Landwirtschaft geht, sind unsere Bäuerinnen kompetente und glaubwürdige Partnerinnen in der Kommunikation, vor allem für Menschen außerhalb der Landwirtschaft“, betont Berlakovich.

Berlakovich ist die konkrete Unterstützung der Bäuerinnen wichtig. Als Lebensminister hat er zwei Projekte gestartet, ZAM und LEA. Beide Projekte werden noch fortgeführt. „Beim Projekt ‚Zukunftsorientierte Agrarwirtschaftliche Motivation‘ (ZAM) ist die Zielsetzung darauf gerichtet, das Interesse der Bäuerinnen für landwirtschaftliche und politische Prozesse durch das Anbieten zielgruppenspezifischer Angebote nachhaltig zu wecken unddie Unternehmerkompetenz zu stärken. Ziel des Projekts LEA – Die Bäuerinnen des Jahres - ist es, das Berufsbild der Bäuerin zu stärken und das hohe Ansehen des Berufsstandes weiter zu steigern“, erklärt Berlakovich.

Statistiken belegen, dass mehr junge Frauen als junge Männer aus den ländlichen Regionen abwandern. Der Anteil der Maturantinnen beträgt heute über 60%, mehr Frauen als Männer studieren. Nach Abschluss ihrer Studien suchen sie vielfach Arbeit in jener Region, aus der sie stammen. Dazu braucht es jedoch eine lebendige Wirtschaft und eine Infrastruktur, die mit jener in der Stadt vergleichbar ist. „Daher ist es sehr erfreulich, dass sich bei den derzeit im Burgenland stattfindenden Wahlen zur Ortsbäuerin viele junge Frauen zur Verfügung stellen. Ich bedanke mich bei allen, die sich hier engagieren und somit gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen, die weit über den bäuerlichen Bereich hinausgeht“, sagt Niki Berlakovich abschließend.

„Unser Ziel ist es, bei den Bäuerinnen die Begeisterung und Motivation für das Ehrenamt und das politische Engagement zu wecken. Denn nur, wer selber Verantwortung übernimmt, gestaltet aktiv die eigene Zukunft mit“, erklärt Bauernbund-Landesobmann Stv. KR Eva Rieschl.

„Unsere Bäuerinnen sind gut ausgebildet und selbstbewusst und somit Vorbild für die gesamte Gesellschaft. Sie bringen alle Fähigkeiten und Voraussetzungen mit, erfolgreich und verantwortungsbewusst am Betrieb mitzuentscheiden“, sagt Bauernbund-Landesobmann Stv. KR Maria Portschy.


 

Bild:  DI Carina Laschober-Luif (Ortsbäuerin aus Pinkafeld), LO-Stv. KR Maria Portschy (Bezirksbäuerin Oberwart), LO NR DI Niki Berlakovich, LO-Stv. KR Eva Rieschl (Landesbäuerin), Birgit Steiger (Ortsbäuerin aus Pöttsching).


Zurück